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By Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan Müller-Doohm

Prägender Denker für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Handbuch präsentiert den aktuellen Diskussionsstand zu Werk und Wirkung Theodor W. Adornos. Es beleuchtet zentrale Fragestellungen des wegweisenden Philosophen und bietet inhaltliche und methodische Werkzeuge zur Auseinandersetzung mit seinen Schriften. Über forty Beiträger lassen die verschiedenen Zugangsweisen in der Beschäftigung mit Adorno deutlich werden. So kommt der spezifisch interdisziplinäre Charakter des Adornoschen Philosophierens hervorragend zum Ausdruck.

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Deshalb überrascht es kaum, dass er träumend mit »zwei entzückenden Frauen im Bett« (Traumprotokolle 2005: 26) liegt. Allerdings scheint er sich selbst durch den begleitenden Kommentar zum Trauminhalt zur Ordnung zu rufen, dass er den Beischlaf so wenig träume wie den Tod. Es fällt auf, dass 20 den erotischen Träumen trotz aller Eindeutigkeit das Moment der Versagung beigemischt ist. Keine Lust ohne Angst. So haben Krokodile, die vergewissern, »Gefressen werden tue nicht weh«, die Köpfe außerordentlich hübscher Frauen (Traumprotokolle 2005: 14).

Adorno wendet sich gegen Bloch mit einem Vorwurf, der gegen ihn selbst erhoben wurde: es handele sich um ein Philosophieren, das sich über Argumente hinwegsetzt, mehr noch: »in dem in gewissem Sinn gar nicht gedacht wird« (GS 11: 236). Jedenfalls sei der erzählende Duktus von Blochs Philosophie »undialektisch« (GS 11: 242) und verbinde sich unter dem »Primat des Ausdrucks vor dem Bezeichneten« (GS 11: 244) zum »Paradoxon eines Expressionisten als Epikers« (GS 11: 246). Dass Bloch zu lärmend und übertrieben wirkt, hängt auch Adorno zufolge mit einem verfehlten, unerreichbaren Anspruch zusammen: »Unermüdlich flattert der philosophische Falter gegen die Scheibe vorm Licht« (GS 11: 233).

Zunächst stehen die Kritiken von Kant im Vordergrund, dann werden Schriften von Hegel und Kierkegaard diskutiert. Der Jürgere ist dabei der Lernende, dem Kracauer, wie jener später bezeugte, die Philosophie »zum Sprechen gebracht hat« (GS 11: 388). Die philosophischen Texte wurden ihm als eine »Art chiffrierter Schrift« gedeutet, »aus der der geschichtliche Stand des Geistes herauszulesen war« (GS 11: 389). Im Privaten erwuchsen aus den wöchentlichen Klausuren gemeinsame Urlaubsreisen und ein lebenslang anhaltender Briefwechsel; für die Geistesgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts entstand durch die Verflechtung von persönlichem und intellektuellem Eigensinn eine Freundschaft, die in der Ambivalenz von Konflikt und Rückbezug die Brüche jenes Jahrhunderts zu überdauern in der Lage ist.

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